Selbstwirksamkeit und Ermächtigung

Wenn wir uns machtlos fühlen

Das Gefühl fehlender Selbstwirksamkeit und Ermächtigung kann viele Ursachen haben.

  • Haben wir eine Geschichte, uns unseren Emotionen ausgeliefert zu fühlen, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir uns oft hilf- und machtlos fühlen.
  • Scheitern wir wiederholt daran, ungesunde Kreisläufe in unserem Leben zu durchbrechen, fallen wir leicht in die Falle, uns für unsere schlechten Angewohnheiten zu verurteilen und uns womöglich sogar als VersagerInnen zu fühlen.
  • Fehlt uns ein gesundes Verhältnis zum Setzen von Grenzen, laufen wir Gefahr, uns in unseren Beziehungen irgendwann gefangen, übersehen oder ungeliebt zu fühlen.

All diese Schwierigkeiten haben sehr viel mit negativen Glaubenssätzen und unerfüllten Bedürfnissen zu tun.

Gesunde Copingstrategien etablieren

Unser Verstand greift meist auf die schnellste uns bekannte Strategie zurück, um unsere Bedürfnisse zu stillen – nicht unbedingt auf die gesündeste.
So suchen wir in stressigen Situationen womöglich kurzfristige Beruhigung in Alkohol, endlosen Serien- und Computerspielabenden oder laden unsere Last einseitig bei anderen ab. Diese Mechanismen sind nicht „falsch“, sie sind einfach das, was wir gelernt haben – auch wenn sie uns langfristig nicht guttun.
Durch bewusstes Erlernen und Üben neuer Wege, proaktiv für unsere Bedürfnisse zu sorgen, kann unser Verstand neue Gewohnheiten speichern – und der Autopilot muss nicht länger auf selbstschädigende Mechanismen zurückgreifen.

Emotionen regulieren – anders als bisher

Um unsesre Emotionen effektiv zu regulieren, müssen wir genau hinschauen:

  • Welche Bedeutung geben wir Situationen, die uns triggern?
  • Projizieren wir alte Traumata in unser Hier und Jetzt?
  • Wie können wir in schwierigen Situationen gut für uns sorgen?

Grenzen setzen heißt authentisch sein

Oft fällt es uns schwer, Grenzen zu setzen, weil wir Angst haben:

  • nicht sicher zu sein
  • zurückgewiesen oder verlassen zu werden
  • beschämt oder nicht geliebt zu werden
  • eine Last für andere zu sein

Doch diese Ängste sind alte Wunden und Glaubenssätze – nicht die Wahrheit. Sie gehören umprogrammiert.
Jeder und jede von uns tut gut daran, seine und ihre Grenzen zu äußern. Grenzen sind kein trennendes Element, sondern ein authentischer Ausdruck unserer selbst und erst wenn wir die Maske ablegen und authentisch zeigen, wer wir sind, können wir echte Verbindungen mit anderen Menschen eingehen.

Indem du lernst, negative Glaubenssätze zu neutralisieren und für deine Bedürfnisse zu sorgen, stärkst du dein Selbstbewusstsein. Du wirst fähig, Grenzen klar und respektvoll zu setzen, deine Emotionen zu regulieren und negative Bewältigungsmechanismen abzulegen. Lebe dein Leben selbstbestimmt, erfüllt und im Einklang mit deinen Wünschen und Überzeugungen!